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_________ Der Nestreport __________
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Ich war gerade dabei die mini Kekse, die ich für Doran gebacken hatte, auf den kleinen Tisch zu stellen. Eigentlich war der Tisch kein Tisch, sondern eine zweckentfremdete Fußbank, die ich auf dem Sperrmüll gefunden hatte. Mit ein bisschen schrubben und einem neuen Anstrich, war ein wunderschöner Tisch daraus geworden. In genau der richtigen Größe für Doran und seine Freunde.
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| Was geschehen ist, dass
die ganzen kleinen Leute auf einmal in unsere Welt kamen weiß ich
auch nicht genau. Aber nach dem, was Doran und Manuel mir erzählt haben,
gibt es unweit des Vogelnestes eine art Durchgang. Die Welt dahinter muss so ähnlich sein wie unsere, nur das dort Menschen leben die sehr viel kleiner sind als wir. Vielleicht haben sich unsere Wege irgendwann in der Evolution getrennt und außer den "Homo sapiens", also uns, hat sich noch ein andere Zweig Menschen entwickelt, die "Homo gracilis", die Kleinen, oder auch die Beautiful Beasts, wie ich sie manchmal nenne. Sie sind gerade mal sechzig Zentimeter groß, sehr feingliedrig und...na ja, ich schweife ab.
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"Einen schönen guten Abend." Erklang da plötzlich eine belustigte Stimme in Höhe meiner Knie. "Oh...Guten Abend." Erwiderte ich ein wenig erstaunt über
denn Anblick, der sich mir bot. Auf meiner Fußmatte stand ein kleiner,
alter Mann, mit langem, weißem Bart, rot-weiß geringelter
Wollmütze mit Bommel, ebensolchen Socken, einer grünen, mit
Gold verzierten Jacke, Nickerbocker-Hose und braunen Samtpantoffeln. |
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Herr Nimtsch war mir mit einem erwartungsvollen Lächeln
gefolgte und schaute sich nun interessiert im Keller um. |
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Fasziniert drehte er den Stecke in den Händen."Man muß
nur diesen Stecker in die Steckdose stecken und schon erwacht die Maschine
zum Leben, ja, ja. Elektrizität gibt es bei uns nun leider nicht." |
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"Sie haben keinen Strom?" Fragte ich verdutzt. "Nein, bis jetzt sind wir ganz gut ohne ausgekommen, aber man soll sich dem Fortschritt ja nicht verschließen, auch wenn es manchmal von Vorteil ist." meinet er, rieb sich gedankenverloren an der Nase und ließ seinen Blick über die Kästchen mit den Schrauben und Nägeln gleiten. "Oh, Messingschrauben, darf ich." Ohne eine Antwort abzuwarten
zog er das Kästchen heraus und untersuchte die Schrauben. |
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Dann entdeckte Herr Nimtsch die Schraubenzieher. So ging das noch eine Weile weiter, Herr Nimtsch war schlicht weg aus dem Häuschen. |
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"Wunderbar, viele, vielen Dank! Aber bitte nenne sie mich doch Scherbat",
strahlte er mich an. |
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Ich lud ihn noch auf ein paar Kekse und eine Tasse Tee ein. Er gab mir eine Tüte Bonbons und Marzipankartoffeln für Doran, erzählte mir noch ein bischen vom kleinen Dorf und den Leuten die da wohnten und hörte mir gespannt zu, als ich ihm auf seine Fragen nach Strom und all den Dingen antwortete die wir Großen so haben. |
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Herr Nimtsch, hat die letzten Tage oft im Keller gewerkelt und ich meine auch ein paar Geschenkpäckchen mit Schleifen drum gesehen zu haben. Doran ist im Moment ständig unterwegs, er kommt nur kurz ins Nest,
um in irgendwelchen Büchern zu lesen oder Landkarten zu studieren
und dann ist er auch schon wieder fort. |
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Abspann
Der Nestreport berichtet über die wahren und aufrührenden
Begebenheiten in Vogelnest. Text und Bilder: ©Sabine Vogel |
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