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_________ Der Nestreport __________
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| Doran stand mit weichen
Knien hinter der Tür der Bibliothek. Flackerndes Fackellicht kroch
Unheil verkündend durch den Spalt unter der Tür über
den hölzernen Fußboden. Er beobachtete, Schritt um Schritt
zurückweichend, wie sich die Klinke langsam senkte. Zum Glück
hatte er es gerade noch geschafft einen Stuhl so darunter zu verkeilen,
dass sie sich nicht ohne weiteres öffnen ließ. Wütende Stimmen drangen gedämpft durch das dicke Holz und kurz darauf erzitterte die Tür unter heftigen Schlägen, die das Holz splittern ließen. Im nächsten Moment sprang die Tür mit einem ohrenbetäubenden Bersten auf und krachte mitsamt dem Stuhl so heftig gegen die nächste Wand, dass die ganze Bibliothek erbebte. Panisch stürzte Doran zum Grafen, fasste mit einer Hand dessen
Schulter, suchte mit der anderen Halt am Kaminsims, schloss die Augen
und konzentrierte sich fieberhaft. Er verspürte erleichtert das
vertraute Flirren und schlängelte sich als dünner Rauchfaden
durch eine Ritze des Fensterrahmens. Draußen stieg Doran als
kleine grüne Wolke höher und höher in den Himmel, ließ
sich vom Wind erfassen und trieb im fahlen Mondlicht langsam über
Berge, Wälder und Seen dahin. |
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Auf der Anrichte
im Wohnzimmer nahm der Dschinn wieder Gestalt an und blickte sich im vertrauten
Zuhause um. Eine Welle der Erleichterung durchflutete ihn. Er war zurück
und in Sicherheit. Seine rechte Hand lag immer noch auf der Schulter des
Grafen. Zum Glück hatte er ihn unversehrt mitbekommen, merkwürdigerweise
inklusive Stuhl. Unter seiner linken Hand allerdings fühlte Doran kalten
Stein. Er riss erschrocken die Augen auf. Er hielt sich immer noch am Kaminsims
fest. Doran hatte nicht nur den Grafen samt Stuhl, sondern auch gleich noch
den Kamin samt einem Teil der Mauer mitgenommen. |
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Sogar das Feuer brannte noch, als wäre nichts geschehen. Der Rauch stieg in den Abzug und verschwand dort einfach. "Welch ein Witz wenn der jetzt in Pranztillianien aus dem Schornstein kommen würde", murmelte Doran und grinste. Allerdings verging ihm das Lachen schnell als er an die Verordnungen
für Dschinne dachte. Was für ein Schlamassel. Hoffentlich gab
das kein Ärger. Er hatte vermutlich gerade gegen ein ganzes Bündel
Verordnungen verstoßen. Doch das alles war im Moment nicht so wichtig,
er musste sich jetzt erst mal um den Grafen kümmern. |
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Er hob ihn vorsichtig vom Stuhl, sprang mit ihm von der Anrichte und
legte ihn sachte auf Sabines Sofa. Dann schob er eins der Kissen unter
seinen Oberkörper damit er weicher lag. Er schaltete er die kleine
Lampe auf dem Sekretär ein und betrachtete den Grafen erst einmal
in Ruhe. Dieser erste Eindruck wurde jedoch dadurch gestört, dass ihm ein
großer Pflock, ungefähr an der Stelle wo das Herz saß,
aus der Brust ragte. |
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Doran bemerkte das der Pflock ganz anders aussah, als der, der in der
Puppe gesteckt hatte. |
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Ehe Doran die Zeit hatte darüber nachzudenken, erschreckte er sich
beinahe zu Tode, als der Graf urplötzlich die Augen öffnete
und mit einem gurgelnden Schrei, wie aus einem Alptraum erwachend, senkrecht
hochfuhr. |
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Eine ganze Weile saßen sie so da und Doran sprach beruhigend auf ihn ein. "Keine Sorge Graf, du bist hier in Sicherheit, alles wird gut." Dazu wiegte er ihn sanft hin und her, bis er sich beruhigt hatte und sein kühler Atem regelmäßig an seinem Ohr vorbei strich. Er schien eingeschlafen. Behutsam ließ ihn Doran auf das Kissen zurücksinken, zog eine Sofadecke zu sich heran und deckte den Grafen fürsorglich damit zu. Wenn er wieder aufwachte, würde er sicherlich großen Hunger haben dachte er, da wäre eine Hühnersuppe sicherlich genau das Richtige. ~ Der Graf ~ Der Graf nahm die Welt wie durch einen schwarz wogenden, dichten Nebel wahr, der sich nur allmählich lichtete, als wache er aus einem endlos langen Traum auf. Er hatte ein eisiges Gefühl in der Brust und sein ganzer Körper prickelte als spülte eine lange zurückgehaltene Flut durch jede Faser. Von weiter Ferne her, vernahm er den beruhigenden Klang
eindringlich gesprochener Worte, zu leise... er konnte sie nicht verstehen.
~*~ Als Doran aufstand wurde ihm für einen Augenblick schwarz vor Augen und er spürt ein leichtes Schwindelgefühl. Ich glaube, dass ich die Suppe auch dringend nötig habe, dachte er, kratzte sich am Hals und schlurfte langsam nach nebenan, in die Küche. |
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"Hallo? Ist jemand zuhause?", rief eine wohlbekannte Stimme. "Manuel? Was machst du denn mitten in der Nacht hier?", antwortete
Doran aus der Küche und beugte sich durch den Türrahmen. "Ei- eigentlich nicht..." Da bemerkte Manuel den Grafen, im Halbdunkeln auf dem Sofa. "Du hast schon Übernachtungsbesuch?" Er schob seinen Hut zurück, strich sich ein paar Haarstränen hinters Ohr und sein Gesicht nahm einen besorgten Ausdruck an. "Doch nicht etwa Humpelfuß?" "Humpelfuß?"
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"Ja, Humpelfuß. Im Dorf nennen ihn alle so, der Verbrecher, du weißt schon, dieser Vladius! Das da ist er doch wohl nicht, oder?" "Ja... äh, nee. Das ist nicht Vladius, das ist... eine lange Geschichte", meinte Doran leicht abwesend und kratzte sich wieder am Hals. "Was hast du den da?" "Weiß ich auch nicht, es juckt irgendwie. Muss mich irgendwas gestochen haben." Manuel beäugte Dorans Hals genauer, "Sieht aus wie zwei Stiche und-", er rümpfte die Nase, " -da läuft irgendwas Grünes raus". Doran betrachtet seine Finger. "Das Grüne ist mein Blut!", sagte er erstaunt und steuerte augenblicklich das Badezimmer an. Manuel folgte ihm verwundert. "Du hast grünes Blut?" "Ja sicher! Ich bin immerhin ein Dschinn. Und Dschinne haben nun
mal grünes Blut", entgegnete Doran als ob es das natürlichste
der Welt wäre - kopfschüttelnd über so viel Unwissen. "Was hältst du davon, es dir irgendwo bequem zu machen Manuel? Ich brauch noch eine Weile in der Küche, ich mache grade Hühnersuppe, die isst du doch auch so gerne. Danach erzähle ich dir dann auch die ganze Geschichte." |
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Damit wuselte Doran ab in die Küche und Manuel schlurfte ins Wohnzimmer um sich den Kamin ein bisschen genauer anzusehen. Überrascht stellte er fest, dass das Feuer echt und auch der Rest
der Feuerstelle keine Attrappe, sondern tatsächlich aus Stein gemauert
war. Er war ganz in die Betrachtung des Wappenschildes über dem Kamin, vor dem sich zwei kunstvoll gearbeitete Schwerter kreuzten vertieft, als seine feine Nase von irgendwo her ein unangenehmer Mief erreichte. Er erinnerte ihn an seinen alten Schlafsack, den er nass weggepackt und der dann wochenlang vergessen vor sich hingegammelt hatte. Im Nest hatte es noch nie so gerochen. |
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Neugierig beäugte
Manuel die schlafende Gestalt auf dem Sofa und trat näher an sie heran.
Sie war eindeutig für diesen penetranten Geruch verantwortlich. Welch ein Gestank. Manuel rümpfte die Nase. Er traute es Doran zu, das er wieder irgendwo einen verlausten Gammler aufgelesen und ins Nest gebracht hatte. Hoffentlich nicht noch so einer wie dieser Humpelfuß. Manuel beugte sich tiefer um die rechte Hand des Schlafenden in Augenschein zu nehmen. Sie war zwar mindestens so blass wie die des Verbrechers aber zu Manuels Erleichterung fehlte der zartgliedrigen Hand auf dem Kissen eindeutig das verräterische, blaue Tattoo. Allerdings wirkte der Ärmel und was sonst noch von der Kleidung zu sehen war, wie durch einen Schredder gezogen. |
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Als er sich noch weiter herunter beugte, konnte Manuel auch das Gesicht des Mannes sehen. Es war der Rückenlehne zugewandt und von verfilzten, schwarzen Haaren eingerahmt. Der Mann hatte markante Gesichtszüge und war von beinahe makelloser Schönheit, wenn auch etwas fahl und abgemagert. Es schien ihm alles andere als gut zu gehen. Als Manuel, so über ihm gebeugt stand, drehte er den Kopf. Ein schwaches Stöhnen entwich seinen Lippen und wurde alsbald zu einem bedenklichen Würgen. Manuel reagierte instinktiv und griff nach dem erstbesten Gefäß
in der Nähe. Zum Glück hatte Sabine einen leeren Blutorange-Joghurtbecher
auf dem Sofatisch vergessen. Als er den Mann sachte an den Schultern packte
um ihn rechtzeitig in eine sitzende Position zu bringen, schreckte er
heftig zusammen und gab einen ängstlichen Laut von sich. Es wollte gar kein Ende nehmen, der Mann hing wie ein Häufchen Elend
in seine Armen, zitterte wie Espenlaub und spuckte sich die Seele aus
dem Leib. Hin und wieder brachte er ein klägliches Wimmern zustande, dass es Manuel schier das Herz zerriss und ihn dazu veranlasste ihm mitfühlend über den Rücken zu streichen. |
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Bald darauf hörte er auf zu zittern und Manuel spürte erleichtert wie sich der verkrampfte Körper in seinen Armen langsam entspannte. Das schlimmste schien überstanden zu sein. Behutsam ließ er ihn zurück auf das Kissen sinken. Mach einer Weile öffnete der Mann die Augen. Zuerst schaute er ihn
erstaunt an, dann lächelte er dankbar.
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~ Der Graf ~ Das nächste, was jäh aus dem Nebel auftauchte war... Schmerz! Plötzlich wurde er von kräftigen Händen gepackt und hochgezogen.
Diese unerwartete Berührung ließ ihn heftig zusammenschrecken.
Alle Berührungen die er kannte, all die Dinge mit denen die Menschen
ihm nachstellten, bedeuteten Schmerz. Seine Augen konnten nur undeutliche
Schemen erkennen, an eine Flucht war nicht einmal zu denken. Sich dem
unausweichlich erscheinenden Schicksal ergebend schloss er die Augen.
Doch der Schmerz kam nicht. Jedenfalls nicht von außen. Er stöhnte auf als sich seine Eingeweide abermals krampfhaft zusammenzogen. Unvermittelt wurde ihm ein Gefäß in die Hände gedrückt und er erbrach sich heftig hinein. Sanfte Hände streichelten über seinen Rücken und jedes Mal wenn er sich tiefer über das Gefäß beugte und sich sein Innerstes von unerwünschtem Inhalt verabschiedete, hielten sie seinen Kopf. Diese Berührungen waren ganz anders als erwartet und das Gefühl
das sie in ihm auslösten konnte er nicht zuordnen, es war ihm völlig
fremd und doch so... tröstend! Nach einer schier endlosen Tortur, beruhigten sich seine Eingeweide langsam;
irgendwann war einfach nichts mehr drin was noch rauskommen konnte und
er wurde sanft zurück auf ein weiches Kissen gebettet. ~ * ~ |
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Irritiert starrte Doran auf den Inhalt des Bechers, als sich die Wohnzimmertür
öffnete und Herr Nimtsch eintrat. Er sah etwas übermüdet
aus, als ob er die ganze Nacht lang an irgendeiner Erfindung gebastelt
hätte. |
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"Guten Morgen zusammen", grüßte er lächelnd und trat näher. "Ich wollte mich eben auf den Heimweg machen, da sah ich hier schon Licht brennen. Wie ich bemerke bist du von deinem Abenteuer zurück Doran, warst du Erfolgreich?" "Ich hatte die Hoffnung schon beinahe aufgegeben, den Grafen und
das Schloss in dem er gefangen war, noch zu finden, aber dann habe ich
noch einmal auf den alten Landkarten, die sie mir geliehen haben nachgekuckt,
Herr Nimtsch." "Auf den Karten von Pranztillianien war nichts zu finden. Erst als ich die ganz alte Karte, mit der ich zuerst nichts anfangen konnte, zusammengefaltet habe, war plötzlich ein Schloss zu sehen. Es was das gleiche Bild wie auf der losen Seite, die aus Vladius Buch gefallen ist." |
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"Oh ja, jetzt verstehe ich. Ich habe dem Herrn Vladius, unserem neuen Schniffelbi-Dorfmitglied, meinen alten ausrangierten Schreibtisch gegeben und ihm zum Zeitvertreib noch ein paar Bücher geschenkt. Dabei war auch eins über Pranztillianien, wenn ich mich recht erinnere. Eine Beschreibung der Mythen, Legenden und wahre Geschichten aus dem Land in den Transkarpen. Auch ein Mitbringsel meines Bruders fürchte ich." "Ich hoffe, es war auch ein Buch über höfliche Umgangsformen dabei", sagte Manuel, der sich an seine Begegnung mit Vladius erinnerte und sich nicht zurückhalten konnte. "Ich fürchte nicht, mein lieber Manuel", gluckste Herr
Nimtsch und warf ihm einen amüsierten Blick zu. Wurde aber sogleich
wieder ernst. "Wie ich gehört habe, war eure erste Begegnung
nicht sehr, sagen wir
glücklich." Er räusperte sich
und fuhr fort. " Inzwischen hat sich bei mir schon halb Schniffelbi,
über unsern neuen Mitbürger beschwert. Manuel schnaubte. "Bei dem ist Hopfen und Malz verloren, wenn Sie mich fragen. Der Mann ist gefährlich, ein gemeiner Schwerverbrecher und vermutlich sogar ein Mörder. So einen wie den dürfte man doch gar nicht frei rumlaufen lassen. Am besten Sie stecken ihn schnell wieder ins Gefängnis, bevor noch was passiert. " "Tja Manuel, das könnte schneller geschehen als du denkst. Ich habe gestern ein Schreiben von der Gefängnisleitung erhalten. Bei der Auswahl der Gefangenen für das neue Rehabilitationsprogramm ist denen ein Fehler unterlaufen. Statt Vladius sollte eigentlich ein anderer Häftling, der weit weniger auf dem Kerbholz hat, entlassen werden." Manuel grinste schadenfroh und Doran sah den Bürgermeister erschrocken an und schlug sich die Hand vor den Mund. "Ich wusste ja gar nicht das Vladius so ein schlimmer Verbrecher ist, muss er denn jetzt wieder ins Gefängnis zurück?" "Das wird sich herausstellen, mehr kann ich dazu noch nicht sagen. Aber das sollte uns im Moment nicht kümmern." |
| Herr Nimtsch setzte sich
neben Doran auf das Sofa und beäugte die schlafende Gestalt. "Ist
das der Graf, den du gerettet hast?" "Ja, Herr Nimtsch. Aber sehen Sie sich das mal an." Doran zeigte ihm den Jogurtbecher und dessen Inhalt. Manuels Blick war stattdessen zwischen Dorans Hals, dem Inhalt des Joghurtbechers
und dem Grafen, hin und her gewandert. Seine Augen wurden immer größer
und er rutschte ein Stück zur Seite, als ihm klar wurde was es mit
dem Mann neben ihm auf dem Sofa auf sich hatte. |
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Doran fasste sich erschrocken an das Pflaster am Hals und
Herr Nimtsch beäugte es über seine Brille hinweg. "Das
ist ja höchst interessant. Und ganz wunderbar. Wo ich doch befürchtet
habe, das die Vampire inzwischen ausgestorben sind." |
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Dann fiel der Blick Herr Nimtschs auf den Pflock, der auf dem Wohnzimmertisch
lag. |
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Manuel schrie erschrocken auf, brachte sich mit einem Hechtsprung außer Reichweite des Vampirs und machte es sich auf der Sofalehne bequem. Der Graf indes versuchte sich mühsam aufzusetzen, gab aber mitten in der Bewegung auf und sackte kraftlos aufs Kissen zurück. Bei der Aktion war die Decke etwas verrutscht und entblößte
den nackten Oberkörper des Grafen. Herr Nimtsch beugte sich hinunter,
um die Stelle wo der Pflock gesteckt hatte aus der Nähe zu betrachten. |
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~ Der Graf ~ Glücklicherweise legte Doran Zopf den Pflock beiseite
und der Graf entspannte sich ein wenig. Der Graf war der Unterhaltung
der Drei gefolgt. Es war ihm inzwischen klar geworden, dass er nicht im
Himmel gelandet und sein Engel ein ganz normaler Mensch mit Namen Manuel
war. ~*~ |
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"Gestatten, das ich mich ihnen vorstelle Herr Graf.
Mein Name ist Nimtsch, Scherbat Nimtsch. Herr Nimtsch hob erstaunt die Augenbrauen. |
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"Graf Morgula. Sie glauben ja gar nicht, welche Ehre es für mich ist sie kennen zu lernen. Eins meiner Hobbys ist die Vampirologie, ich bin sozusagen Hobby-Vampir-Forscher und schreibe an einem kleinen Büchlein über diese faszinierenden Geschöpfe der Nacht. " Der Graf sah mit einem Gesichtsausdruck zu ihm auf, als halte er ihn für völlig übergeschnappt. |
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Manuel teilte diesen Eindruck und verstand die Welt nicht mehr. Da lag Graf Morgula vor ihm auf dem Sofa und Herr Nimtsch freute sich wie ein Honigkuchenpferd, und gab ihn sogar gerade seine Jacke, anstatt ihm den Pflock gleich wieder ins Herz zu rammen. Offensichtlich war sich keine hier bewusst wie gefährlich ein Vampir war, und dann auch noch der Ober-Vampir Graf Morgula höchstpersönlich. Manuel kannte sich da bestens aus, er hatte alle Filme gesehen. "Graf Morgula bittet zum Tanz", "Interview mit Graf Morgula" und auch "Blut für Graf Morgula". |
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"Wer will denn jetzt Hühnersuppe?" fragte
Doran unvermittelt in die Runde, nachdem sein Magen ein heftiges Knurren
von sich gegeben hatte. |
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Ließ Herr Nimtsch die Beiden wissen und begab sich, bevor Doran
oder Manuel irgendetwas sagen konnten, zurück zum Grafen Morgula
und reichte ihm das leicht schaumige Gemisch.
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Abspann
Der Nestreport berichtet über die wahren und aufrührenden
Begebenheiten in Vogelnest. Text und Bilder: ©Sabine Vogel |
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