SABINE VOGEL

Ich arbeite als bildende Künstlerin an figürlichen Arbeiten, die einer eigenständigen Welt entstammen – der Welt der kleinen Leute. Diese Welt ist der unseren ähnlich, folgt jedoch ihren eigenen inneren Gesetzmäßigkeiten. Die von mir geschaffenen Wesen sind nicht als Objekte gedacht, sondern als Gegenüber mit eigener Präsenz, Geschichte und Beziehung zueinander.

Schon früh hat mich die menschliche Gestalt beschäftigt. Seit Ende der 1980er-Jahre arbeite ich kontinuierlich an figürlichen Formen und Ausdrucksmöglichkeiten. Über viele Jahre hinweg habe ich Materialien, Techniken und Proportionen erforscht, um eine eigene Formensprache zu entwickeln, die Nähe zulässt, ohne ins Dekorative zu kippen.

Der handwerkliche Prozess ist für mich Voraussetzung für künstlerische Freiheit. Jede Arbeit entsteht vollständig in meiner Hand – von der Modellierung über die Ausarbeitung bis zur finalen Erscheinung.

Meine Arbeiten sind beweglich, jedoch nicht, um Funktion zu demonstrieren, sondern um Lebendigkeit anzudeuten. Bewegung ist Teil der Wahrnehmung und der Werkstoff tritt bewusst in den Hintergrund zugunsten dessen, was zwischen Betrachterin oder Betrachter und Figur entsteht.

Neben der plastischen Arbeit entwickle ich eine fortlaufende Erzählwelt, in der die kleinen Leute als eigenständige Gesellschaft existieren.

Meine Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet, darunter fünfmal mit dem Max-Oscar-Arnold-Kunstpreis. Zudem wurden sie in Ausstellungen sowie im musealen Kontext gezeigt, unter anderem im Neuen Museum Berlin und im Lebensspuren Museum Wels.